IHK-Report

Über Netzwerke zum Unternehmenserfolg

Durch den digitalen Wandel waren Menschen noch nie so vernetzt wie heute. Diese Vernetzung ist nicht rein technischer Natur, sondern liegt vor allem im Sozialen. Alleingang war gestern, neben Spezialisierung ist es vor allem die Schließung cleverer Kooperationen, die Unternehmen in die Zukunft führt. Das alte Konkurrenzdenken hat ausgedient, „Coopetition“ beschreibt den Trend zu strategischen Allianzen mit vermeintlichen Wettbewerbern. Und er gewinnt mit zunehmender Ausgestaltung der Netzwerkökonomie an Bedeutung, weshalb Unternehmer Netzwerke als einen der wichtigsten Megatrends für die regionale Wirtschaft sehen.
Mit geeigneten Kooperationspartnern können speziell kleine und mittlere Unternehmen sich besser behaupten – sei es, um technische Innovationen voranzutreiben, das Risiko bei der Umsetzung neuer Geschäftsmodelle zu minimieren oder um neue Wachstumspotenziale zu erschließen in einem Marktumfeld, das weitgehend ausgeschöpft zu sein scheint. Durch gemeinsame Initiativen können sich regionale Unternehmen außerdem auf Augenhöhe von großen Mitspielern begeben.
Ein gutes Beispiel hierfür ist die Taxibranche. Sie muss sich gegen relativ neue Marktteilnehmer wie Uber durchsetzen. Das gelingt nur, wenn den veränderten Kundenerwartungen aktiv begegnet wird, am besten mit einer gemeinsamen Strategie. Wie schwierig das ist, zeigt sich am Beispiel Elektromobilität. Die Taxibranche hat sehr spezielle Anforderungen an die Fahrzeuge und die Ladeinfrastruktur. Jede Minute an der Ladesäule ist eine verlorene Minute für nicht durchgeführte Beförderung. Der Umstieg gelingt hier nur in Kooperationen mit Stadt und Energieversorger.
Unabhängig von Zielsetzung und Branche: Netzwerke leben davon, dass sich ihre Mitglieder aktiv einbringen. Nur durch Engagement und Verbindlichkeit können Zusammenschlüsse einen Mehrwert bieten, da sind sich die Teilnehmer des Zukunftsdialoges einig.